21. November 2016

Geflüchtete in Deutschland

Laut des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge haben 2016 rund 280.000 Menschen Zuflucht in Deutschland gefunden – im Vorjahr waren es noch 890.000. Hauptherkunftsländer sind Syrien, Afghanistan, Irak und Iran.

Nach oft monatelanger Reise kommen die Geflüchteten in Deutschland an. Viele von ihnen haben schreckliche Dinge auf ihrer Flucht erlebt. Trotzdem erwartet sie in Deutschland oft noch eine lange Wartezeit, bevor sie sich in einer eigenen Wohnung ein neues Leben aufbauen können.

Der deutsche Staat bestimmt dann den neuen Wohnort: Geflüchtete werden auf alle 16 Bundesländer aufgeteilt. Dieses Gesetz nennt sich Königsteiner Schlüssel.

In Deutschland können jüngere geflüchtete Kinder wieder in den Kindergarten gehen. Bild: ©U.S. Department of State from United States

Sobald geflüchtete Menschen in Deutschland ankommen, müssen sie sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) melden und einen Antrag auf Asyl stellen. Das Amt trägt ab sofort die Verantwortung dafür, dass diese Menschen versorgt werden und eine Unterkunft bekommen.

Vorerst leben sie dann zusammen mit anderen Geflüchteten in sogennanten Flüchtlingsheimen. Oft müssen sie sich Küchen und Badezimmer teilen. Die Heime sind voll und es gibt wenig Platz.

Und die etwas älteren Kinder gehen wieder zur Schule. Bild: ©DFID – UK Department for international Development

Nicht jeder Geflüchteter darf in Deutschland bleiben. Ob ein Mensch in Deutschland Asyl bekommt, entscheidet die deutsche Regierung oder genauer das Bundesamt in einem Asylverfahren.

Jeder Asylsuchende muss beweisen, dass er in seinem Heimatland nicht in Frieden leben kann. Wenn nicht, muss er Deutschland verlassen. Wenn er nicht gehen will, wird er abgeschoben. So heißt es, wenn die Bundesrepublik Deutschland jemanden zwingt, das Land zu verlassen.

Freiwillige Abschiebungen gibt es auch: 2016 sind 55.000 Menschen freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt, 20.000 mehr als im Vorjahr. Sie bekommen dafür sogar Geld von Deutschland.