A
  • Abschiebung

    Wenn ein Asylantrag eines Menschen abgelehnt wurde, wird er aus dem Land ausgewiesen. Das heißt, dieser Mensch muss das Land verlassen. Wenn er das nicht freiwillig macht, sorgt die Polizei dafür, dass dieser Mensch zurück in sein Herkunftsland geht. Das nennt man dann Abschiebung.

  • Arabischer Frühling

    Im Frühjahr 2011 demonstrierten Bürger in den arabischen Ländern Tunesien, Libyen und Ägypten für mehr Rechte.

  • Asylantrag

    Sobald ein Geflüchteter Deutschland erreicht, muss er einen Antrag auf Asyl (Unterkunft) stellen, um hier bleiben zu dürfen. Er muss viele Papiere ausfüllen und beweisen, dass er in seinem Land nicht sicher ist.

  • Asyl

    Asyl bedeutet übersetzt „Unterkunft“. Wenn Menschen in ihrem eigenen Land nicht mehr sicher sind, suchen sie in anderen Ländern Schutz. Im Grundgesetz von Deutschland steht im Artikel 16a geschrieben: Politisch Verfolgte genießen Asylrecht. In einem Verfahren wird also geprüft, ob Asylsuchende berechtigt sind, diesen Schutz gewährt zu bekommen. Denn nur unter bestimmten Bedingungen dürfen sie in Deutschland bleiben.

  • Asylverfahren

    Was passiert mit Geflüchteten, wenn sie in Deutschland ankommen? Zuerst werden sie registriert, das heißt, ihre wichtigsten Daten wie Name, Alter und Herkunft werden gespeichert. Dann bekommen sie einen sogenannten Ankunftsausweis, mit dem die Asylsuchenden das Recht auf eine Unterbringung, Verpflegung, medizinische Versorgung und etwas Geld bekommen. Sie werden dann nach bestimmten Regeln (dem Königsteiner Schlüssel) auf die verschiedenen Bundesländer verteilt. Sie müssen dort einen Antrag auf Asyl stellen. So lange, bis die Entscheidung gefällt wird, müssen sie in einer Erstaufnahmeeinrichtung leben. Es kann Monate dauern, bis ihr Antrag genehmigt oder abgelehnt wird. Erst dann heißt es: in Deutschland bleiben oder zurück in das Heimatland.

B
  • Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf)

    Dieses Amt ist unter anderem zuständig für Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland kommen und hier bleiben wollen.

  • Bürgerkrieg

    Zwei oder mehrere Gruppen von Bürgern eines Landes bekämpfen sich mit Waffen untereinander oder aber eine Gruppe kämpft gegen die Regierung des Landes. Es ist also kein anderes Land an den Kämpfen beteiligt.

D
  • Demokratische Regierung

    Eine Regierung ist demokratisch, wenn sie vom Volk gewählt ist und ihre Macht teilt. Sie darf nicht alles allein bestimmen und wird deshalb durch Richter und Volksvertreter ständig kontrolliert. Es gibt unterschiedliche Parteien, welche die verschiedenen Meinungen der Bevölkerung vertreten. Alle Bürger haben die gleichen Rechte und Pflichten.

  • Demonstrieren

    Demonstrieren gehen heißt, man will öffentlich seine Meinung äußern. Menschen versammeln sich dazu beispielsweise auf öffentlichen Plätzen (wie einem Marktplatz) und zeigen beschriebene Plakate und Schilder mit ihren Meinungen/Forderungen, rufen in Sprechchören und halten Reden. In Deutschland haben Bürger ein Recht auf diese Art der freien Meinungsäußerung. Eine Demonstration muss aber immer vorher angemeldet und erlaubt werden. In einigen Ländern ist es verboten zu demonstrieren oder nur erlaubt, die Meinungen zu sagen, die die Regierung auch gut findet.

  • Diktatur/Diktator

    Die Regierung wird nicht durch das Volk bestimmt, sondern von nur einer Partei oder sogar nur einer Person, dem Diktator. Der bringt sich oft selbst durch die Unterstützung des Militärs mit Gewalt an die Macht. Er entscheidet im Land alles allein. Wer gegen ihn ist, wird verfolgt, gefoltert oder sogar ermordet. Eine Diktatur ist deshalb das Gegenteil einer Demokratie.

F
  • Flüchtlinge/Geflüchtete

    Menschen, die ihr Land verlassen und in anderen Ländern Schutz suchen. Gründe sind zum Beispiel Krieg, Konflikte oder Verfolgung.

  • Frontex

    Frontex (französisch: Frontières Extérieures = Außengrenzen) ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie soll die Außengrenzen der EU schützen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Arbeit von Frontex. Sie sagen, dass die Agentur Geflüchteten die Einreise in die EU verweigert und deshalb mitverantwortlich dafür ist, dass so viele Menschen im Meer ertrinken.

I
  • Integration

    Wenn jemand neu ist und zu einer Gruppe dazugehören möchte, muss er oder sie sich etwas anpassen. Aber genauso muss die Gruppe sich auch anstrengen, sich an die neue Person anzupassen. Wenn das gelingt und die Person Teil der Gruppe wird, ist sie integriert.

K
  • Königsteiner Schlüssel

    In dem Ort Königstein wurde 1949 festgelegt, wie Geflüchtete in Deutschland verteilt werden. Hier spielen Einwohneranzahl und der Reichtum des Bundeslandes eine wichtige Rolle. Jedes Bundesland nimmt also unterschiedlich viele Geflüchtete auf.

M
  • Menschenrechte/Grundrechte

    Diese Rechte gelten für alle Menschen auf dieser Erde. Nicht alle Staaten halten sich an diese Gesetze. Dazu gehört zum Beispiel das Recht auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit. Das heißt, niemand darf getötet, gefangen gehalten, gefoltert oder verletzt werden. Wird er das doch, so wird der oder die Täter/in bestraft, weil er/sie sich nicht an das Gesetz gehalten hat. In vielen Ländern hält sich selbst die Regierung nicht an solche Gesetze. Aus solchen Ländern fliehen die Menschen.

  • Migration

    Das Wort bezeichnet das Wandern von Menschen von einem Lebensort zum anderen. Es gibt viele Gründe dafür, warum manche sich dazu entscheiden, ihre Heimat zu verlassen. Zum Beispiel, weil sie keine Arbeit mehr finden oder weil sie verfolgt werden. Man nennt es auch Migration, wenn sich Menschen innerhalb eines Landes entscheiden, von einem Teil in einen anderen zu ziehen. Immigration heißt Einwanderung und Emigration heißt Auswanderung.

Z
  • Zivilist/Zivilistin

    Dieses Wort wird oft benutzt, wenn von Krieg gesprochen wird. Denn damit werden Menschen bezeichnet, die keine Soldaten oder Kämpfer sind, sondern unbewaffnete Bürger, die sich nicht an den Auseinandersetzungen beteiligen.